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pAVK

Was ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)?


Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine Durchblutungsstörung der Schlagadern (Arterien), die den Körper mit Blut versorgen. In den meisten Fällen werden dabei die Beine nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt.8

Arterien sind Blutgefäße, die das Blut vom Herzen aus zu den anderen Körperregionen transportieren.8 Die Krankheit entsteht durch Cholesterin-Ablagerungen und Vernarbungen in den Arterien, in deren Folge sich die Schlagadern verengen.2 Wenn die als Plaque bezeichneten Cholesterin-Ablagerungen und Vernarbungen die Innenwand der Arterie verengen, ist eine Durchblutungsstörung die Folge, die unter dem Begriff Arteriosklerose bekannt ist.2 Aufgrund der Durchblutungsstörung werden die Arme und Beine nicht mehr ausreichend mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.8

pAVK-Infografik
 

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Ursache

Häufigste Ursache der pAVK ist Arteriosklerose.  Diese Arterienverhärtung kann durch Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und erbliche Faktoren verschlimmert werden.8

Symptome

Das häufigste pAVK-Symptom ist Claudicatio intermittens („zeitweiliges Hinken“) – Ermüdung, Schmerzen oder Beschwerden der Beinmuskulatur bei körperlicher Aktivität, die bei Entlastung rasch abklingen.  Die Schmerzen treten auf, weil die arbeitenden Muskeln durch die verengten Arterien mit Blut unterversorgt werden.8 Weitere häufige Anzeichen einer pAVK sind u. a.:3

  • Brennende oder schmerzende Füße und Zehen

  • Krampfartige Beinschmerzen

  • Taubheits-, Schwäche- oder Schweregefühl

  • Kühle Haut an Beinen oder Füßen

  • Diabetischer Fuß

  • Haarausfall

  • Chronische Wunden

  • Gewebebrand

Im Frühstadium der pAVK treten unter Umständen noch keine Symptome auf.  Ihr Körper behilft sich möglicherweise mit Problemlösungsstrategien wie der Bildung kleiner Alternativ-Arterien, über die Blut um die betroffenen Gefäße „herumgeleitet“ wird.7 Das ist allerdings nur eine Übergangslösung. Eine unbehandelte pAVK kann mit einem erhöhten Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko einhergehen.1

Risikofaktoren

Die folgenden Faktoren erhöhen Ihr Risiko einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit:5

  • Rauchen

  • Diabetes

  • Fettsucht (BMI > 30)

  • Bluthochdruck

  • Hoher Cholesterinspiegel

  • Fortgeschrittenes Alter – pAVK tritt ab dem 50. Lebensjahr häufiger auf

  • Ethnie

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Herzkrankheit oder Schlaganfall in der Familienanamnese

Diagnose

Da viele Erwachsene unter Umständen keine offensichtlichen pAVK-Symptome haben oder ihre Schmerzen fälschlicherweise auf normale Alterungsprozesse zurückführen, berichten sie Ihrem Arzt nicht davon.  In der Folge kann eine pAVK undiagnostiziert bleiben.6 Sich untersuchen zu lassen ist daher immer wichtig, insbesondere wenn man ein koronares Herzkrankheitsrisiko, Beinschmerzen beim Gehen oder Geschwüre an den Beinen oder Füßen hat.6 In den meisten Fällen wendet Ihr Arzt die folgenden Diagnosemethoden an:

Körperliche Untersuchung und Anamnese

Ihr Arzt wird wahrscheinlich eine körperliche Untersuchung durchführen, bei der er den Puls in Ihren Füßen und Beinen misst, Ihren Blutdruck kontrolliert und Sie auf Herzanomalien, auf Verengungen in den Halsschlagadern sowie auf Verfärbungen, Geschwüre, Infektionen oder Verletzungen an Füßen und Beinen untersucht. Unter Umständen werden weitere Tests angeordnet, wenn eines oder mehrere dieser Symptome vorliegen.  Informieren Sie Ihren Arzt über alle für eine koronare Herzerkrankung und für eine pAVK typischen Symptome, Vorerkrankungen, familiären Vorerkrankungen und Risikofaktoren.2

Durchblutungsmessung (ABI)

Der Knöchel-Arm-Index (ABI) ist ein weit verbreiteter Test zum Nachweis einer pAVK. Er ermöglicht die Diagnose der Krankheit unabhängig davon, ob der Patient Symptome zeigt. Der ABI vergleicht den Blutdruck im Knöchel mit dem Blutdruck im Arm.2 Zur pAVK-Diagnose eignen sich auch andere Tests, die Durchblutung und Blutdruck messen, wie z. B. die segmentale Druckmessung für die Beine, ein Zehen-Arm-Index (TBI) für die Zehen oder ein Doppler-Ultraschall für den Blutfluss in den Arterien.4

Angiogramm

Unter Umständen fotografiert Ihr Arzt ihre Arterien, um zu ermitteln, ob Ihre Durchblutung eingeschränkt ist.  Eine kontrastmittelverstärkte Angiografie ist ein medizinisches Verfahren, bei dem Röntgenbilder Ihrer Blutgefäße angefertigt werden, damit Ihr Arzt Verengungen oder Verstopfungen erkennen kann.  Auf diese Weise kann Ihr Arzt ermitteln, ob ein medizinisches Verfahren in Ihrem Fall angezeigt ist.2


Verweise

  1. About Peripheral Artery Disease (PAD). (17. November 2016). Aus: http://www.heart.org/HEARTORG/Conditions/VascularHealth/PeripheralArteryDisease/About-Peripheral-Artery-Disease-PAD_UCM_301301_Article.jsp#.WMdEQfkrK01
  2. Patienteninformation: Peripheral Arterial Disease and the Lutonix® 035 Balloon. (n.d.). Aus: http://loveyourlimbs.com/wp-content/uploads/2015/07/Lutonix-035-Patient-Guide-S120586-r1.pdf
  3. Peripheral Artery Disease (PAD). (n.d.). Aus: http://www.vasculardisease.org/about-vascular-disease/2011-05-05-02-02-59/peripheral-artery-disease-pad
  4. pAVK: Was kann ich erwarten? (2013). Aus: http://loveyourlimbs.com/what-to-expect/
  5. Let’s learn about vascular disease - Risk Factors. Aus: http://loveyourlimbs.com/pad-cli/
  6. Vascular Disease. (n.d.). Aus: http://cardiacspecialists.com/services-procedures/vascular-disease/
  7. Serrano Hernando, F. J., & Conejero, A. M. (n.d.). Peripheral Artery Disease: Pathophysiology, Diagnosis and Treatment. Aus: http://www.revespcardiol.org/en/peripheral-artery-disease-pathophysiology-diagnosis/articulo/13114115/
  8. Mohler, Emile R., and Alan T. Hirsch. 100 Questions & Answers about Peripheral Artery Disease (PAD). Sudbury, MA: Jones and Bartlett, 2010. Print.