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Brustkrebs


Prävention, Screening und Diagnose

Prävention

Es gibt keine garantierte Methode zur Verhinderung von Brustkrebs. Aber es gibt Dinge, die Sie tun können, um Ihr Brustkrebsrisiko zu senken. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Ihr Gewicht, Ihre körperliche Aktivität, Ihren allgemeinen Lebensstil und wohl auch Ihre Ernährung.

In Hinsicht auf Ihre körperliche Aktivität ist die Beibehaltung einer gesunden, aktiven Lebensweise entscheidend. Rauchen Sie nicht, beschränken Sie Ihren Alkoholkonsum (oder verzichten Sie ganz darauf) und essen Sie gesunde Nahrungsmittel und meiden Sie ungesunde. Diese Lebensweise kann dabei helfen, Ihr Brustkrebsrisiko zu senken. Gesunde Ernährung und körperliche Aktivität helfen Ihnen außerdem dabei, ein gesundes Gewicht zu halten, da Übergewicht oder Fettleibigkeit mit einem höheren Brustkrebsrisiko in Verbindung stehen.

Die American Cancer Society hat ein E-Book veröffentlicht, Nutrition and Physical Activity for Cancer Prevention (Ernährung und körperliche Aktivität zur Krebsvorsorge), in dem Sie genauere Informationen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, körperlicher Aktivität und Krebsvorsorge erhalten.

Sie sollten auch vermeiden, sich bekannten Krebsverursachern wie Strahlung, bestimmten Chemikalien und Umweltschadstoffen auszusetzen.

Es gibt also keine garantierte Methode, um Brustkrebs zu verhindern, deshalb ist es wichtig, dass Sie die Anzeichen und Symptome von Brustkrebs kennen und sich regelmäßig darauf untersuchen.

Was, wenn Sie unter einem erhöhten Brustkrebsrisiko leiden?

Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko besteht, weil Sie an manchen der Brustkrebsrisikofaktoren leiden, können Sie in Absprache mit Ihrem Arzt verschiedene Entscheidungen treffen, um Ihr Brustkrebsrisiko zu senken.

Sie können sich beispielweise zur Einnahme bestimmter verschreibungspflichtiger Medikamente entscheiden, um Ihr Brustkrebsrisiko zu reduzieren. Allerdings haben auch diese Medikamente Ihre eigenen Nebenwirkungen und Risiken. Wenn bei Ihnen ein sehr hohes Risiko für Brustkrebs besteht, können Sie sich auch dazu entscheiden, in einer präventiven OP Ihre Brüste entfernen zu lassen.

Screening

Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko einer Frau, an Brustkrebs zu erkranken. Aufgrund dieses Risikos kann es sein, dass Ihnen Ihr Arzt zu einem regelmäßigen Brustkrebs-Screening rät. Ein Screening ist nur ein Test zur Kontrolle, ob Sie irgendwelche Anzeichen von Brustkrebs aufweisen, selbst wenn Sie derzeit keine Symptome verspüren oder feststellen. Ärzte und Forscher glauben, dass Screenings wie Mammografien dabei helfen könnten, Brustkrebs in seinen frühesten Stadien zu erkennen – dann, wenn man ihn noch am leichtesten bekämpfen kann.

Die American Cancer Society gibt Richtlinien dafür vor, wann mit den Brustkrebs-Screenings begonnen werden sollte.10 Screening-Empfehlungen verändern sich allerdings und diese variieren je nach Risikofaktoren und der Meinung und den Praktiken Ihres Arztes. Sprechen Sie daher am besten mit Ihrem Arzt, wann Sie mit dem Screening beginnen sollten.

Diagnose

Für die Diagnose von Brustkrebs führen die meisten Ärzte zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung durch, um jegliche Anzeichen und Symptome, die Sie haben können, zu entdecken. Sie versuchen auch, so viel wie möglich über Ihre eigene Krankheitsgeschichte und die Ihrer Familie herauszufinden, um festzustellen, welche Risikofaktoren bei Ihnen bestehen.
Falls Ihr Arzt ermittelt hat, dass Sie an Brustkrebs leiden könnten, gibt es zahlreiche Tests zur Diagnose. In den meisten Fällen werden Sie einem Verfahren namens Brustbiopsie unterzogen, bei dem die Ärzte ein kleines Stück Brustgewebe aus dem verdächtigen Bereich entnehmen, um das Gewebe auf Krebs zu untersuchen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Brustbiopsieverfahren. Der Unterschied zwischen ihnen ist die Methode, mit der die Ärzte auf das Gewebe im verdächtigen Bereich zugreifen und dieses entfernen und wie viel sie davon entfernen.

Bei jeder „bildgesteuerten Biopsie“ verwenden die Ärzte ein Bildgebungsgerät, das sie zu dem verdächtigen Bereich führt, um ein kleines Stück Brustgewebe mit einer Biopsienadel zu entfernen.  Ärzte setzen dabei ein Lokalanästhetikum ein (zeitweises betäubendes Medikament, das direkt in den biopsierten Bereich gegeben wird), damit die Biopsie so schmerzfrei wie möglich verläuft.

  1. Bei einer ultraschallgesteuerten Brustbiopsie verwenden die Ärzte ein Ultraschallgerät, um eine Nadel in den verdächtigen Bereich einzuführen.

  2. Bei der stereotaktischen Brustbiopsie wie auch bei der tomosynthese-gesteuerten Brustbiopsie (auch ‚Tomo’ oder 3D-Mammografie genannt) wird jeweils ein Röntgengerät verwendet, um den Arzt beim Steuern der Nadel in den verdächtigen Bereich zu unterstützen.

  3. Bei der MRT-gesteuerten Brustbiopsie verwenden die Ärzte ein MRT-Gerät, um eine Nadel in den verdächtigen Bereich zu führen.

Andere Arten von Biopsien ähneln meist eher gewöhnlichen Operationen mit Vollnarkose (mit Medikamenten, die Sie in einen tiefen Schlaf versetzen, damit Sie während der Operation keinen Schmerz verspüren)14 , bei denen Ärzte direkt in die Haut schneiden, um einen Teil des verdächtigen Brustgewebes zu entfernen. Bei einer offenen Biopsie entfernen Ärzte direkt einen Teil oder das gesamte verdächtige Brustgewebe. Diese Art von Biopsie kommt eher unserer Vorstellung von einer Operation nahe, da Ärzte dabei mehr von der Haut „öffnen“, als bei anderen Arten von Biopsien.

Nach Ihrer Biopsie werden die Ärzte das Brustgewebe analysieren, das sie entfernt haben, um bestimmen zu können, ob es sich dabei um Krebs handelt.

In den meisten dieser Fälle, falls nur ein kleiner Teil des verdächtigten Bereichs entfernt wurde, platzieren die Ärzte einen kleinen Brustgewebe-Marker aus Metall an der Stelle, an dem das Gewebe entfernt wurde. Dieser Marker hilft ihnen dabei, die exakte Stelle später wiederzufinden, falls mehr von dem Gewebe entfernt werden muss.

Verweise

  1. http://www.webmd.com/breast-cancer/default.htm (WebMD: Breast Cancer Health Center)
  2. http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/breast-cancer/home/ovc-20207913 (Mayo-Klinik: Brustkrebs)
  3. http://www.cancer.gov/about-cancer/understanding/statistics (National Cancer Institute: Krebsstatistiken) und http://seer.cancer.gov/statfacts/html/breast.html (National Cancer Institute: SEER-Statistiken: Brustkrebs bei Frauen)
  4. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs297/en/ (Weltgesundheitsorganisation: Fakten zu Krebs)
  5. https://medlineplus.gov/ency/article/000913.htm (MedlinePlus: Brustkrebs)
  6. http://www.cancer.gov/types/breast/hp (National Cancer Institute: Brustkrebs – Version für Fachpersonal)
  7. http://www.cancer.gov/types/breast (National Cancer Institute: Brustkrebs – Version für Patienten)
  8. http://www.cancer.org/cancer/breastcancer/index (American Cancer Society: Brustkrebs)
  9. http://www.cancer.org/cancer/breastcancer/detailedguide/breast-cancer-risk-factors (American Cancer Society: Brustkrebs-Risikofaktoren)
  10. http://www.cancer.org/healthy/findcancerearly/cancerscreeningguidelines/american-cancer-society-guidelines-for-the-early-detection-of-cancer (American Cancer Society: Leitlinien für die Früherkennung von Krebs)
  11. http://www.cancer.org/cancer/cancerglossary/index (American Cancer Society: Glossar zu Krebs)
  12. https://www.cancer.gov/about-cancer/diagnosis-staging/staging (National Cancer Institute: Stadien)
  13. http://www.cancer.org/cancer/breastcancerinmen/detailedguide/breast-cancer-in-men-key-statistics (American Cancer Society: Brustkrebs bei Männern – Schlüsselstatistiken)
  14. https://medlineplus.gov/ency/article/007410.htm (MedlinePlus Definition der Vollnarkose)